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Freitag, 4. März 2016
Donnerstag, 25. Februar 2016
Das ist die Spielwiese von CRO Günther von OSA
Pellets-Connection führt nach Wien
Von Jan Michael Marchart und Werner Reisinger
- Im Firmengeflecht des German-Pellets-Gründers Peter Leibold taucht eine weitere Wiener Privatstiftung auf.
Wien/Wismar. Die Pleite des deutschen Öko-Großkonzerns German Pellets, wegen der tausende Kleinanleger um ihr investiertes Geld zittern, zieht immer weitere Kreise. Diese führen immer öfter nach Österreich, konkret nach Wien. Laut einem Bericht des deutschen "Handelsblatt" vom Donnerstag soll Firmengründer Peter Leibold am 8. Jänner 2016, kurz vor der Zahlungsunfähigkeit seines Unternehmens (10. Februar 2016), ein belgisches Kohle-Kraftwerk gekauft und die Eigentumsrechte nur drei Tage später an eine Wiener Gesellschaft namens Bclever weitergereicht haben. Die Geschäftsanschrift der Firma: Tegetthoffstraße 7 im 1. Wiener Gemeindebezirk - die selbe Adresse, unter der auch die Pele Privatstiftung registriert ist.
Wie Recherchen der "Wiener Zeitung" und der deutschen "Zeit" ergeben haben, ist die Begünstigte der Pele Privatstiftung Angaben Stiftungsvorstand Wolfgang Zronek zufolge Anna Kathrin Leibold, die Ehefrau des German Pellets Gründers Peter Leibold.
Information
Die Stiftung steht im Zentrum eines komplexen Firmengeflechts, über das mutmaßlich Gelder von German Pellets-Anlegern an Firmen in den USA geflossen ist, die wiederum von Anna Kathrin Leibold geleitet wurden. Nun ist die Geschichte um Peter Leibolds Firmengeflechts um eine Facette reicher. Laut aktuellem Eintrag im österreichischen Firmenbuch ist Bclever, der neue Inhaber des belgischen Kraftwerks, zu 100 Prozent in Besitz der Efkrin Privatstiftung. Angemeldet ist die Stiftung am Wiener Börseplatz 4, als Vorstände der Stiftung weist das Firmenbuch aus: Stefan Malaschofsky, Daniela Glückselig, und - Wolfgang Zronek, der laut "Handelsblatt" auch Stifter ist. Zronek, im Hauptberuf Steuerberater, ist gleichzeitig Geschäftsführer der German Pellets Austria GmbH, Vorstand in der Pele Privatstiftung und Geschäftsführer der Pele Holding GmbH.
Das Phantom Horvath
Daniela Glückselig wiederum ist auch Geschäftsführerin der VMH Holding GmbH (siehe Grafik). Wolfgang Zronek war am Donnerstag für die Wiener Zeitung nicht erreichbar, Stefan Malaschovsky laut Mitarbeitern im Ausland und nicht erreichbar.
Daniela Glückselig wiederum ist auch Geschäftsführerin der VMH Holding GmbH (siehe Grafik). Wolfgang Zronek war am Donnerstag für die Wiener Zeitung nicht erreichbar, Stefan Malaschovsky laut Mitarbeitern im Ausland und nicht erreichbar.
Bevor die Spur weiter in die USA führt, stößt man neben der Privatstiftung auch auf die IPBG Pellets Beteiligungs GmbH. Als Geschäftsführer weißt das Firmenbuch Herrn Ernö Horvath aus. Über ihn etwas in Erfahrung zu bringen, gestaltet sich schwierig. Nur so viel: Horvath übernahm im Vorjahr bem Ofenbauer Kago die Geschäftsführung von Peter Leibold, ehe die Firma im Jänner Insolvenz anmeldete. Leibold kaufte Kago nach der ersten Insolvenz 2010, das Unternehmen zählte zuletzt zumindest nicht mehr zur German-Pellets-Gruppe. Horvath wird bei Kago zumindest formal als Geschäftsführer ausgewiesen, operativ soll er aber nie seine Position dort ausgeführt haben. Mitarbeitern von Kago war Horvath persönlich nicht bekannt, erzählt eine mit der Pleite von Kago bestens vertrauter Insider. Das Unternehmen selbst war für die "Wiener Zeitung" nicht erreichbar, Ernö Horvath, trotz intensiver Recherche unauffindbar. Auch für deutsche Gläubigervertreter ist Horvaths derzeit nicht greifbar.
Die Person Ernö Horvath ist insofern interessant, als das dieser auch bei German Pellets eine tragende Rolle spielen dürfte.
Wie erwähnt, leitete Horvath die IPBG Beteiligungs GmbH. Diese erhielt laut Recherchen der "Wiener Zeitung" und der deutschen Wochenzeitung "Die Zeit" Gelder von der Mutterfirma, die die Beteiligungs GmbH in die USA weitertransferierte, um das Eigenkapital der US-Werke in Louisiana und Texas zu stärken. Hundertprozentige Gesellschafterin der GmbH ist die Pele Holding GmbH, die laut Jahresabschluss 2014 keinerlei Geschäftstätigkeit ausübte - außer einer üppigen Kapitalrücklage von 34.066.100,28 Euro.
Die Holding wiederum gehört - wie berichtet - vollständig der Pele Privatstiftung, die Zronek gegenüber der "Wiener Zeitung" als "Holding zwischen German Pellets GmbH und den amerikanischen Werken" bezeichnete. Zwischen German Pellets und Kargo sind auch Anlegergelder geflossen. Weg sind durch die Verluste von Kago mindestens 23 Millionen Euro, die German Pellets Kargo Wärmesysteme aus Genussrechten borgte. German Pellets soll laut Insidern diese "aktiven Forderungen" nie wertberichtigt haben, obwohl Kargo laufend Verluste machte und, was die Bonität betrifft, dementsprechend schlecht dastand.
Bclever ohne Mitarbeiter
Hat das Handeln von Peter Leibold, der insgesamt mehr als zwei Dutzend Firmen um den jetzt insolventen Mutterkonzern German Pellets aufgebaut hat, System? Interessant ist vor allem der Zeitpunkt des Kaufs des belgischen Werks und die rasche Weitergabe an die Firma Bclever und deren Eigentümerin, die Efkrin Privatstiftung. Die Firma Bclever weist als Geschäftszweig aus: "Die Bereitsstellung eines Vergleichsportals bzw. eines Portals zur Ausschreibung einer Dienstleistung oder eines Produktes; Vermögensverwaltung sowie Gründung und Erwerb von Beteiligungen, bestehenden oder neu zu errichtenden Gesellschaften und deren Verwaltung; kommerzielle Verwertung von Marken-, Musterschutz und Patentrechten" sowie "die Vermittlung von Handelsgeschäften." Laut belgischen Medien hat Leibold jedenfalls am vergangenen Dienstag der 100-köpfigen Belegschaft des erworbenen Kraftwerkes zugesagt, das Kraftwerk um 125 Millionen Euro umzubauen, damit es mit pellets befeuert werden kann.
Hat das Handeln von Peter Leibold, der insgesamt mehr als zwei Dutzend Firmen um den jetzt insolventen Mutterkonzern German Pellets aufgebaut hat, System? Interessant ist vor allem der Zeitpunkt des Kaufs des belgischen Werks und die rasche Weitergabe an die Firma Bclever und deren Eigentümerin, die Efkrin Privatstiftung. Die Firma Bclever weist als Geschäftszweig aus: "Die Bereitsstellung eines Vergleichsportals bzw. eines Portals zur Ausschreibung einer Dienstleistung oder eines Produktes; Vermögensverwaltung sowie Gründung und Erwerb von Beteiligungen, bestehenden oder neu zu errichtenden Gesellschaften und deren Verwaltung; kommerzielle Verwertung von Marken-, Musterschutz und Patentrechten" sowie "die Vermittlung von Handelsgeschäften." Laut belgischen Medien hat Leibold jedenfalls am vergangenen Dienstag der 100-köpfigen Belegschaft des erworbenen Kraftwerkes zugesagt, das Kraftwerk um 125 Millionen Euro umzubauen, damit es mit pellets befeuert werden kann.
Noch ist das Kraftwerk in Langerlo ein 550-Megawatt starkes Steinkohlekraftwerk, Ende März aber läuft die Umweltlizenz ab und die Anlage wird stillgelegt. Bis dahin wolle Leibold den Gewerkschaften und der Belegschaft einen Finanzierungsplan für den Umbau und den Betrieb in Langerlo vorlegen. Für den 15. März habe Leibold einen weiteren Besuch am Kraftwerksstandort versprochen, um seine Pläne zu präzisieren.
Gegen die Pellets-Connection in Wien wird im Moment nicht ermittelt. Der Wiener Korruptionsstaatsanwaltschaft ist der Fall unbekannt, ebenso die handelnden Personen. Auch die Staatsanwaltschaft Rostock hat Wien derzeit noch nicht im Visier. Ermittelt werde gegen "verantwortliche Mitarbeiter" von German Pellets - und zwar wegen Veruntreuung und Unterschlagung.
Derzeit werde der Anfangsverdacht, wonach Anlegergeld in die USA transferiert wurde, geprüft, heißt es aus der Staatsanwaltschaft Rostock. Zum 1. April wird eine Anleihe mit einem Volumen von 52,4 Millionen Euro fällig, erste Anzeigen von Privatanlegern liegen bereits vor.
Für das Ehepaar Leibold und alle Genannten gilt die Unschuldsvermutung.
DIU e. V.: Deutsche Investoren Union lehnt Laufzeitverlängerung der Ekosem-Agrar-Anleihen ab
Donnerstag, 25. Februar 2016
DIU e. V.: Deutsche Investoren Union lehnt Laufzeitverlängerung der Ekosem-Agrar-Anleihen ab
DIU e. V.: Deutsche Investoren Union lehnt Laufzeitverlängerung der Ekosem-Agrar-Anleihen ab
DGAP-News: DIU e. V. / Schlagwort(e): Anleihe/Stellungnahme
2016-02-25 / 12:06 Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent verantwortlich.
München, 25.02.2016: Die Ekosem-Agrar GmbH hat ihre Anleihegläubiger für den 16. und 17. März 2016 zu einer Gläubigerversammlung eingeladen. Am 16. März treffen sich die Anleihegläubiger der 8,75-%-Anleihe (ISIN: DE000A1MLSJ1), am 17. März sind dann die Gläubiger der 8,5-%-Anleihe (ISIN: DE000A1R0RZ5) an der Reihe. In beiden Fällen sollen die Anleihegläubiger im Wesentlichen einer Laufzeitverlängerung um jeweils vier Jahre bei ansonsten unveränderten Konditionen zustimmen.
Die DIU lehnt die Beschlussvorschläge zur Verlängerung der Anleihelaufzeit ab. Dies begründet sich wie folgt:
- Gemäß den vom Unternehmen veröffentlichten Erläuterungen zu den Gläubigerversammlungen könnte die Ekosem-Agrar GmbH die Anleihen zurückzahlen, wenn sie eine weitere Eigenkapitalfinanzierung durchführen würde. Das Unternehmen behauptet aber, dass eine "größere Eigenkapitalaufnahme derzeit strategisch nicht angezeigt" sei, da Eigenkapitalgeber die Anteile an der Ekosem-Agrar GmbH "nur mit deutlichen Abschlägen auf den Unternehmenswert erwerben würden". Eine potentielle Verwässerung der Alteigentümer der Ekosem-Agrar GmbH ist für Kreditgeber, also auch die Anleihegläubiger, jedoch ohne Relevanz. Deshalb ist aus Sicht der DIU eine Kapitalerhöhung zur Bedienung der Anleiheverbindlichkeiten die bessere Alternative.
- Das Unternehmen hat eine Reihe weiterer Kreditgeber, vorwiegend bestehend aus russischen und deutschen Banken. Die Forderungen dieser Banken sind in großem Stil besichert. Dennoch muss die Ekosem-Agrar GmbH für diese Darlehen bis zu 24,31 % an Zinsen bezahlen. Dies steht in einem krassen Missverhältnis zu den Konditionen der von der Ekosem-Agrar GmbH emittierten Mittelstandsanleihen.
- Trotz der Besicherung der Bankverbindlichkeiten sollen diese bis 2020 "erheblich" reduziert werden, damit dann die emittierten Anleihen 2021 und 2022 zurückgezahlt werden können. Dies ist aber genau der falsche Weg. Im Interesse der Anleiheinhaber wäre es sinnvoller, zuerst die nicht besicherten Anleihen zu tilgen und erst danach die Bankverbindlichkeiten zu reduzieren.
Die Anleihen der Ekosem-Agrar GmbH notieren derzeit bei rund 70 %. Mitglieder der DIU e.V. wurden bereits im April 2015 vor der Situation bei Ekosem-Agrar gewarnt und konnten Kurse von über 95 % zum Ausstieg nutzen. Der entsprechende Artikel ist unter nachstehendem Link verfügbar:
Die DIU rät allen betroffenen Anleiheinhabern, die ihnen aus der Anleihe zustehenden Rechte wahrzunehmen. Die DIU bietet allen Anleiheinhabern an, sich unter info@diuev.de für einen kostenlosen Newsletter zu registrieren und diese auf der stattfindenden Gläubigerversammlung der Anleiheinhaber zu vertreten. Über den weiteren Verlauf des Verfahrens werden wir über den genannten Newsletter informieren.
Kontakt:
DIU e.V. - Deutsche Investoren Union
Vorstand: Dipl.- Volkswirt Christoph Öfele Platzl 1 a 80331 München Tel: +49 89 2189 2551 Fax: +49 89 3741 5802 Email: info(at)diuev.de Internet: http://www.diuev.de
2016-02-25 Veröffentlichung einer Corporate News/Finanznachricht, übermittelt durch DGAP - ein Service der EQS Group AG.
Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Die DGAP Distributionsservices umfassen gesetzliche Meldepflichten, Corporate News/Finanznachrichten und Pressemitteilungen. Medienarchiv unter http://www.dgap-medientreff.de und http://www.dgap.de |
Eingestellt von rolf j
Samstag, 20. Februar 2016
ist das ein InternetTroll in Diensten Dürr/Bläsi ?
Es muss aber immer die Mehrheit dafür sein, dass es Änderungen gibt.
Und wenn die Gläubiger, die Inhaben der Anleihen , einfach nicht abstimmen, dann müssen eben die entscheiden, die zur Abstimmung kommen.
Die anderen haben ja die Möglicheit auch zur Versammlung zu gehen, für ihre Position zu werben und so evtl die Mehrheit zu ihren Gunsten zu ändern.
läu
Aber hier sehe ich nicht, wo der Vorteil der meisten Gläubiger sein sollte.
Würde man Ekosem diese Verlängerung nicht gewähren, dann würde es schlecht aussehen Es ist wohl ungewiss, ob man von Banken oder anderen Gläubigern noch Kredite bekommt um die Anleihen normal, zu den vorher dargestellten Tilgungsterminen zu tilgen. Evtl kommt dann die ganze Firma in Bedrängnis und das dann, wo man jetzt sich so gut aufgestellt hat und gerade jetzt hochprofitabel arbeitet.
Freitag, 19. Februar 2016
wie sagt noch der Volksmund: nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber......
wie sagt noch der Volksmund: nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber......
Ekosem-Agrar GmbH lädt zur zweiten Gläubigerabstimmung ein
· Erste Abstimmungen ohne Versammlung erwartungsgemäß nicht beschlussfähig
· Zweite Gläubigerversammlungen am 16. und 17. März 2016
Walldorf, 19. Februar 2016 – Die Geschäftsführung der Ekosem-Agrar GmbH, deutsche Holdinggesellschaft der auf Milchproduktion in Russland ausgerichteten Unternehmensgruppe Ekoniva, teilt mit, dass in den Abstimmungen ohne Versammlung der Gläubiger der Ekosem-Agrar-Anleihe 2012/2017 (ISIN: DE000A1MLSJ1) und der Ekosem-Agrar-Anleihe 2012/2018 (ISIN: DE000A1R0RZ5) gemäß §18 SchVG erwartungsgemäß jeweils weniger als 50 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen abgestimmt haben. Damit lag für diese Abstimmungen keine Beschlussfähigkeit vor.
Die Abstimmungen der Gläubiger beider Anleihen fanden vom 16. Februar 2016 (0:00 Uhr) bis zum 19. Februar 2016 (8:00 Uhr) statt. An der Abstimmung zur ESA-Anleihe 2012/2017 nahmen Anleihegläubiger teil, die Schuldverschreibungen in Höhe von (gerundet) 20 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen im Gesamtnennwert von EUR 50.000.000,00 vertreten. Die Zustimmung zum wichtigsten Tagesordnungspunkt 1 (Prolongation der Anleihen) lag in diesem Fall bei über 90 Prozent. An der Abstimmung der ESA-Anleihe 2012/2018 nahmen Anleihegläubiger teil, die Schuldverschreibungen in Höhe von (gerundet) 17 Prozent der ausstehenden Schuldverschreibungen im Gesamtnennwert von EUR 78.000.000,00 vertreten. Hier lag die Zustimmungsquote zu Tagesordnungspunkt 1 bei über 95 Prozent.
Aufgrund der zu geringen Abstimmungsbeteiligung wird jeweils eine zweite Gläubigerabstimmung einberufen, die als Präsenzversammlung zum Zwecke der erneuten Beschlussfassung stattfinden wird. Hier ist ein verringertes Quorum von 25 % des ausstehenden Anleihevolumens für die Beschlussfähgkeit erforderlich. Die Versammlung der Gläubiger der ESA-Anleihe 2012/2017 wird am 16. März 2016, die Versammlung der Gläubiger der ESA-Anleihe 2012/2018 am 17. März 2016 jeweils in Wiesloch (b. Walldorf) stattfinden. Die Einladungen zu beiden Versammlungen werden voraussichtlich am 22. Februar 2016 im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Wolfgang Bläsi, Geschäftsführer und CFO der Ekosem-Agrar GmbH: „Seit Bekanntgabe der Prolongationspläne im Januar haben wir im Dialog mit annähernd 200 institutionellen und privaten Anlegern viel Zustimmung für unsere Pläne erhalten. Dies zeigt sich an den hohen Quoten, die in den ersten Abstimmungen für die Verlängerung der Anleihen votierten. Dass das Quorum von 50 Prozent wie in nahezu allen am Markt bekannten Fällen nicht erreicht wurde, liegt aus unserer Sicht vor allem an dem komplexen Abstimmungsprozedere sowie den Informationsbarrieren für ausländische Investoren. In den nun anstehenden zweiten Gläubigerversammlungen wird das Prozedere vereinfacht. Hier besteht zudem die Möglichkeit, sich durch einen Bevollmächtigten vor Ort vertreten zu lassen. Auch deshalb sind wir sehr zuversichtlich, in den Präsenzversammlungen die erforderliche Mehrheit der Anleihegläubiger – bei einem Quorum für die Beschlussfähigkeit von 25 % – für unser Vorhaben zu gewinnen.“
Eingestellt von rolf j. koc
Samstag, 13. Februar 2016
Die Kosten für die Verfassungsbeschwerde (im weitesten Sinne vs Schuldverschreibungsgesetz) sind überschaubar....was noch gefragt ist sind intelligente Beiträge zum Thema rolfjkoch@web.de 0151 461 9 56 56
Die Kosten für die Verfassungsbeschwerde (im weitesten Sinne vs Schuldverschreibungsgesetz) sind überschaubar....was noch gefragt ist sind intelligente Beiträge zum Thema rolfjkoch@web.de 0151 461 9 56 56
Eingestellt von rolf j
Freitag, 5. Februar 2016
nur die allerdümmsten Kälber wählen ihren Metzger selber....sic
Ekosem-Agrar: Brief der Geschäftsführung zur Prolongation
Sehr geehrte Anleihegläubiger,
am 13. Januar 2016 haben wir bekannt gegeben, dass wir eine Verlängerung der Ekosem-Agrar Anleihen 2012/2017 sowie 2012/2018 um jeweils vier Jahre planen. Um dies zu beschließen, findet Mitte Februar eine Gläubigerabstimmung (ohne Versammlung) statt, in der Sie als Anleihe-Inhaber aufgerufen sind, über unser Vorhaben zu entscheiden. Um Ihnen eine möglichst umfassende Informationsgrundlage zu liefern, möchten wir Ihnen die Hintergründe für diesen Schritt und das Abstimmungsverfahren näher erläutern.
Werfen wir einen kurzen Blick zurück: Im März 2012 haben wir unsere erste Anleihe am deutschen Kapitalmarkt begeben. Damals gehörten wir mit etwa 10.000 Milchkühen noch zu den mittelgroßen Playern im europäischen Milchmarkt. Seitdem haben wir unsere Eigentumsflächen verdoppelt, unsere Milchkuhherde auf 25.000 Tiere ausgebaut und die jährliche Milchleistung auf 180.000 Tonnen verdreifacht. Heute sind wir die Nr. 1 in Europa – und das trotz Sanktionen und Wirtschaftskrise in unserem Absatzmarkt Russland sowie weltweit extrem niedriger Preise auf dem Milchmarkt.
Dennoch sind wir bei Aufbau und Auslastung unserer Milchviehanlagen noch nicht da, wo wir Ende 2015 ursprünglich stehen wollten. Dies liegt vor allem an den erschwerten Finanzierungsbedingungen in Russland u.a. infolge der westlichen Finanzsanktionen. Auch das für 2015 avisierte Ziel eines Börsengangs mussten wir aufgrund des Kapitalmarktumfelds verschieben. Vor diesem Hintergrund haben wir uns für eine Prolongation der Anleihen um jeweils vier Jahre entschieden, um unser Investitionsprogramm zu vollenden und ab 2017 sukzessive die freien Mittel zu generieren, die eine Rückzahlung der Anleihen in 2021 bzw. 2022 und eine zwischenzeitliche Reduzierung der Verbindlichkeiten ermöglichen.
Nach der Ankündigung der Verlängerung sind die Börsenkurse der beiden Anleihen zunächst gefallen. Wir haben damit gerechnet, dass es mehr als nur Lippenbekenntnisse braucht, um unsere Anleger zu überzeugen. Deshalb haben wir im Vorfeld die internationale Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC beauftragt, unsere Zielsetzung in einem Gutachten zu überprüfen. Das Ergebnis des Gutachtens zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg und unsere Ziele keine leeren Versprechungen sind. Wir empfehlen jedem Anleger, den Bericht über unsere Website unter PwC-Gutachtenoder über anleihe@ekosem-agrar.de anzufordern.
Die Abstimmung über die Verlängerung erfolgt aufgrund der üblichen Regelungen in den Anleihebedingungen in Form einer Abstimmung ohne Versammlung von Dienstag, 16. Februar 2016 (0:00 Uhr MEZ) bis Freitag, 19. Februar 2016 (8:00 Uhr MEZ). Nur innerhalb dieser Zeit haben Sie die Möglichkeit an der Abstimmung teilzunehmen; das bedeutet, dass sowohl früher als auch später beim Notar eingehende Stimmbögen ungültig sind. Füllen Sie zur Teilnahme bitte das Stimmabgabeformular aus und legen den von Ihrer Bank bescheinigten Besonderen Nachweis mit Sperrvermerk bei und übersenden beide Dokumente innerhalb des Abstimmungszeitraums an den beauftragten Notar. Die entsprechenden Musterformulare finden Sie auf unserer Website unter „Dokumente“. Die Stimmabgabe ist per Mail, Fax oder Post möglich. Die entsprechenden Kontaktdaten entnehmen Sie bitte den Informationen zum Abstimmungsverfahren.
Abgesehen von den Anleihe-Laufzeiten, die jeweils um vier Jahre verlängert werden sollen, werden lediglich einige kleinere Änderungen in den Anleihebedingungen zur Abstimmung gestellt, die eine Erleichterung für Sie, als Investoren, darstellen sollen. Eine Änderung der Zinskonditionen ist nicht geplant. Die Zinssätze 8,75 % p.a. (ESA-Anleihe 2012/2017) und 8,5 % p.a. (ESA-Anleihe 2012/2018) bleiben bestehen.
Die Prolongation der Anleihen ist ein wichtiger Schritt, um in dem aktuell schwierigen Umfeld weiterhin stabil agieren zu können. Erfahrungsgemäß nehmen an solchen Abstimmungen und auch an Gläubigerversammlungen nur relativ wenige Anleihegläubiger teil, was dazu führt, dass das erforderliche Quorum für die Abstimmung häufig nicht erreicht wird und diese damit nicht gültig ist. Daher bitten wir Sie, unbedingt an der Abstimmung zwischen dem 16. Februar und 19. Februar 2016 und an einer möglichen, späteren Gläubigerversammlung in Walldorf teilzunehmen. Im Übrigen besteht auch für die Gläubigerversammlung die Möglichkeit, sich durch Vollmachtserteilung vertreten zu lassen. Für Ihre Fragen stehen wir und unser Team Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung.
Herzliche Grüße
Stefan Dürr und Wolfgang Bläsi
Kontakt
Irina Schwachhofer // Ekosem-Agrar GmbH // Johann-Jakob-Astor-Str. 49 // 69190 Walldorf // T: +49 (0) 6227 3585 919 // E: irina.schwachhofer@ekosem-agrar.de //www.ekosem-agrar.de
Presse / Investor Relations
Fabian Kirchmann // IR.on AG // T: +49 (0) 221 9140 970 // E: presse@ekosem-agrar.de
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